So entstand das Cover
Ein Buchcover malt sich nicht von allein. Bei uns hat Elisabeth gezeichnet, eine KI hat gemalt, und dann haben wir beide ganz genau hingeschaut. Hier seht ihr alle Schritte, auch die, die schiefgegangen sind.
Elisabeths Skizzen
Alles fing mit Papier und Buntstiften an. Elisabeth hat jede Figur selbst gezeichnet: einmal traurig, einmal fröhlich, einmal wütend. Daran konnte die KI später ablesen, wie Elli, Sophia und Sarah aussehen und wie sie gucken.
Kleiner Hinweis, falls ihr das Buch noch nicht gelesen habt: Auf den Skizzen sind auch ein paar Tiere zu sehen.

Elli 
Sophia 
Sarah 
Rufus, stehend und sitzend
Das Figurenblatt
Aus jeder Skizze hat die KI ein Figurenblatt gemacht: dieselbe Figur von vorn, von der Seite, von hinten und mit verschiedenen Gesichtern.
Warum so viel Aufwand? Eine KI hat kein Gedächtnis wie wir. Malt sie ein neues Bild, erfindet sie die Figur jedes Mal ein bisschen neu, mal mit anderer Frisur, mal mit anderen Schuhen. Deshalb haben wir bei jedem Bild die Figurenblätter mitgeschickt.

Findest du die Fehler?
Das war unser allererster Versuch für das Cover. Sieht schon toll aus, oder? Aber einiges stimmt nicht mit dem Buch überein. Schau genau hin: Sechs Fehler haben wir gefunden.
Tipp: Vergleiche mit dem fertigen Cover auf der Startseite.
Auflösung anzeigen
- Die Eule hat graue Sprenkel. Aurelia ist aber schneeweiß.
- Statt der Villa Kaltenfels steht da eine Ritterburg. Im Buch ist die Villa ein moderner, grauer Betonbau mit hohen Mauern und Stacheldraht.
- Die Burg thront auf einem hohen Berg. Bei Tannwalden gibt es aber keine Berge, nur Hügel.
- Zapp fehlt! Das Eichhörnchen sollte in einem Baum sitzen.
- Sarah und Sophia tragen Taschen und Rucksäcke. Sophia hat aber nur ihr Notizbuch dabei.
- Ellis Haare sind rotbraun. Im Buch ist Elli aber dunkelblond, honigblond wie auf dem fertigen Cover.

Elisabeths Bildaufbau
Danach hat Elisabeth genau festgelegt, wie das Bild aufgebaut sein soll, so wie eine Regisseurin beim Film:
- Die drei Freundinnen stehen nebeneinander auf einem kleinen Hügel und schauen ins Tal. Sarah, die Größte, verschränkt die Arme, Elli hat ihr Skateboard unterm Arm, Sophia hält ihr Notizbuch.
- Rufus sitzt vor ihren Füßen, hebt eine Pfote und schaut dich an.
- Zapp sitzt in einem Baum und guckt auf die Mädchen hinunter.
- Aurelia fliegt mit ausgebreiteten Flügeln über ihnen.
- Links auf einem zweiten Hügel steht die Villa Kaltenfels, grau und unheimlich.
- Dazwischen schlängelt sich ein Bach durchs Tal.
- Goldene Lichtfunken fliegen von der Villa zurück in den Wald, wie gestohlene Stimmen, die nach Hause wollen.
- Es ist Abenddämmerung: warmes Licht auf den Mädchen, die ersten Sterne am Himmel.

Wie spricht man mit einer Bild-KI?
Den Auftrag an die KI nennt man Prompt. Unserer war ziemlich lang und auf Englisch. Er bestand aus sechs Bausteinen:
- Figuren: „Nimm die angehängten Figurenblätter als genaue Vorlage.“
- Malstil: Feder und Tusche, mit Wasserfarben ausgemalt, wie in einem klassischen illustrierten Kinderbuch.
- Schrift: Titel und Namen Buchstabe für Buchstabe vorgegeben, auch das „ä“.
- Bildaufbau: Elisabeths Liste von oben.
- Licht und Stimmung: spannend und magisch, aber nicht gruselig.
- Gesichter: Die drei Mädchen sollen wirklich verschiedene Gesichter haben.
„The three girls must have clearly DIFFERENT faces, not the same face with different hair.“
Die drei Mädchen müssen deutlich VERSCHIEDENE Gesichter haben, nicht dasselbe Gesicht mit anderen Haaren.
Auch danach war das Bild noch nicht fertig. Mit kurzen Korrektursätzen haben wir es Schritt für Schritt verbessert:
„Make Villa Kaltenfels smaller and further away, as in the book.“
Mach die Villa Kaltenfels kleiner und weiter weg, so wie im Buch.
„Move the rip in Elli's jeans to her other knee, as on her character sheet.“
Das Loch in Ellis Jeans gehört ans andere Knie, so wie auf ihrem Figurenblatt.
„Make the fox look exactly like Rufus on the attached character sheet.“
Der Fuchs soll genau so aussehen wie Rufus auf dem angehängten Figurenblatt.
Unser wichtigster Trick: Jede Korrektur fing mit „Keep everything exactly the same“ an, also „Lass alles andere genau so“. Sonst malt die KI gern gleich das ganze Bild neu.
Vorher und nachher: Rufus
Auf dem ersten Bild sah der Fuchs nett aus, aber nicht ganz wie Rufus. Also haben wir der KI sein Figurenblatt gezeigt und genau beschrieben, wie er sitzen soll: aufrecht, eine Pfote leicht gehoben, der buschige Schwanz vorn um die Pfoten gelegt, die weiße Schwanzspitze im Moos.


Schau mal aufs Skateboard: Auch der Blitz ist gewandert. Die KI hatte ihn klein an den Rand geschoben, damit der Fuchs ihn nicht verdeckt. Elli hat ihn aber groß in der Mitte. Und ganz zum Schluss mussten noch komische Rautenmuster von der Kleidung verschwinden.
Das fertige Cover
Zum Schluss kam die Schrift dazu. Die haben wir nicht von der KI malen lassen, sondern selbst gesetzt. So ist jeder Buchstabe scharf und richtig geschrieben. Und für die Rückseite gab es ein eigenes Bild: derselbe Wald, nur ganz ruhig, damit der Text gut zu lesen ist.


Für Eltern: Wie wir KI eingesetzt haben
Idee, Figuren, Handlung und alle wichtigen Entscheidungen stammen von Elisabeth und Georg. Sprachlich ausformuliert wurde der Text mit Unterstützung einer KI, danach haben Elisabeth und Georg ihn gemeinsam überarbeitet. Auch die Bilder sind mit KI-Unterstützung nach Elisabeths Zeichnungen entstanden – ihre Figuren, ihre Ideen, ihr Wald.
Bei den Bildern lief es immer gleich: Elisabeth hat gezeichnet und gesagt, was zu sehen sein soll. Die KI hat Vorschläge gemalt. Wir haben jeden Vorschlag mit dem Buch verglichen, Fehler benannt und so lange korrigieren lassen, bis es passte. Viele Bilder haben wir verworfen. Was ins Buch kommt, haben immer wir entschieden.
Wir zeigen das offen, weil Kinder ruhig wissen dürfen, wie solche Bilder entstehen: Eine KI ist ein Werkzeug, das schnell malt, aber nicht weiß, was in der Geschichte passiert. Hinsehen, vergleichen und entscheiden müssen Menschen.
